Grundlagen der Offshore Residenz

Grundlagen, Vorteile und Voraussetzungen der Offshore Residenz, wichtige Tipps zur Steuerpflicht bei einer Residenz im Ausland

Staat heißt das kälteste aller kalten Ungeheuer. Kalt lügt es auch; und diese Lüge kriecht aus seinem Munde: „Ich, der Staat, bin das Volk.“

 

Friedrich Wilhelm Nietzsche

Man kann in der heutigen Zeit viele dieser berühmten Zitate nehmen und muss leider feststellen, dass deren Inhalt sich leider immer mehr zur überall sichtbaren Realität entwickelt hat. Besonders auch Deutschland und Österreich haben sich in den letzten 10 Jahren seit der Finanzkrise deutlich verändert. Waren beide Länder in den 90er und auch Anfang 2000 durchaus interessante Länder, um dort beispielsweise relativ frei und unabhängig ein Geschäft aufzubauen, Geld zu verdienen oder ruhig sein Leben zu geniessen, hat sich dies nach der Finanzkrise immer mehr zum Nachteil für klein- und mittelständische Unternehmen verändert. So sind vielfach anonyme Verwaltungskolosse entstanden, in denen staatliche Behörden und Verwaltungen immer mehr Macht erhalten haben, um immer mehr Druck ausüben zu können.

 

Die Tatsache, dass Beamte heute im Schnitt deutlich höhere Bezüge beziehen und zudem mit einer weit besseren Altersvorsorge ausgestattet sind als der normale Arbeitnehmer, der in der Industrie oder Wirtschaft tätig ist, spricht Bände. Bitte verstehen Sie uns nicht falsch - wir möchten hierbei nicht auf die Bezüge der Beamten anspielen, die möglicherweise sogar fair berechnet sind, sondern auf die sich immer deutlicher verschlechternden Lohnbedingungen in der Wirtschaft. Während einige wenige wieder Abermillionen verdienen, wird der allergrößte Teil immer mehr mit Almosen abgespeist. Aber auch bei Unternehmensgründungen ist es heute nicht mehr im Fokus der Behörden, dem Jungunternehmer und zukünftigen Klein- und Mittelständler Zeit zu geben, um vernünftige Gewinne zu erwirtschaften und erfolgreich zu sein, um dann eben langfristig seinen Beitrag an der öffentlichen Finanzierung durch Steuern und Arbeitsplätze zu leisten, sondern diese Steuern und Abgaben sollen möglichst schon im Vorfeld und mit aller Staatsmacht abkassiert werden, auch wenn dies das Unternehmen an den Rand seiner Existenz bringt und das "Pflänzchen junges Unternehmen" ausreisst, bevor es wachsen kann.

 

So ist in gewisser Art und Weise eine breit gefächerte Angstkultur gegenüber der staatlichen Macht entstanden, die jederzeit und überall tätig werden kann, wenn ein Beamter oder Angestellter in einem Amt, einer Finanzbehörde oder einer Verwaltungsbehörde dies für richtig hält.

Wie ein Fähnchen im Winde

Vor kurzem schrieb eine bekannte und recht seriöse britische Zeitschrift in einem der derzeit vielen kursierenden Artikel zum Thema Brexit, welcher in Großbritannien zu immer größeren politischen Turbulenzen und wirtschafttlichen Verunsicherungen führt, in einem Kommentar, "man solle doch endlich aufwachen und könne das Wohlergehen und den Wohlstand von Millionen von Bürgern nicht von den mehr oder weniger lobbyistischen Stimmungen ein paar weniger nur temporär vorhandener Politiker oder Minister abhängig machen, die jeden Tag etwas anderes erzählen und die nicht einmal durch das Volk gewählt wurden".  

 

Dieser Kommentar hat etwas. Denn er spiegelt genau das wieder, was überwiegend seit der Finanzkrise in der Welt passiert. Es gibt keine verlässlichen Aussagen mehr, es gibt keine mittelfristige Planungssicherheit mehr, populistische Stimmungen bestimmen das Geschehen, die Presse und Medien dienen mehr und mehr der Manipulation der Massen, die Macht des Staates wird kontinuierlich mit der Begründung "Terrorbekämpfung und Vorbeugung der Geldwäsche und organisierten Kriminalität" verstärkt und dadurch die Einschüchterung der Bürger erhöht. Die Presse, meistens direkt finanziert durch Steuergelder, macht das Spiel mit und nebelt die Bürger mit immer mehr flachen Informationen ein. Ob das nun alles Sinn macht, ob ein tieferes System darunterliegt oder gar, die Verschwörungstheoretiker behaupten, die Mächtigen der Welt dahinterstecken, darüber kann nur spekuliert werden.

 

Fakt ist jedoch: Wenn Sie sich selbst am nächsten sind und Ihr eigenes finanzielles und persönliches Wohlergehen selbst in die Hand nehmen möchten, dann sollten Sie die Verantwortung dafür selbst übernehmen und Ihre Zeit nicht mit Meldungen und Tendenzen verschwenden, die sich täglich drehen wie das Fähnchen im Winde. Das ernsthafte Nachdenken über Wohnsitzverlagerungen, Erhöhung der eigenen Unabhängigkeit und Flexibilität und ein mehr an individueller Freiheit kann hierbei nicht falsch sein.

Wer sein Leben freier, unabhängiger und flexibler gestalten möchte, sollte Weltbürger werden

Wenn Sie ab sofort Ihr Leben wieder freier und unabhängig gestalten möchten, wenn Sie vorhaben, ein Vermögen zu verdienen und wenn Sie nicht ständig Angst haben möchten, dass Ihnen jemand aus Neid, Verdacht oder Verleumdung versuchen will, einen Strich durch die Rechnung zu machen und dieses wieder abzunehmen, dann müssen Sie konsequent sein. Wandern Sie aus oder beginnen Sie, sich mit dem Gedanken einer Wohnsitzverlagerung intensiv zu beschäftigen. Denn das, was in der Tat die meisten Prominenten oder Reichen machen, nämlich ihren Wohnsitz so schnell wie möglich ins Ausland zu verlagern, können Sie unter Umständen leichter als Sie glauben. Aus unserer eigenen Erfahrung können wir nur dazu raten.

 

Es hat sich, auch wenn es am Anfang schwierig und steinig erschien, tausendfach gelohnt!

Bedenken Sie jedoch stets:

Eine Scheinresidenz im Ausland oder Offshore führt in der Regel nicht zum gewünschten Ergebnis und wird immer Angriffspunkte bieten, die Ihnen im Falle des Falles um die Ohren fliegen können. Gehen Sie niemals davon aus, dass Behörden dumm sind und keine Möglichkeiten haben, Fakten nachzuprüfen! Und auch der Neid und die Denunziation sitzt tief in unserer Gesellschaft, wie wir alle wissen.

Definition Wohnsitz, gewöhnlicher Aufenthalt

Einen Wohnsitz hat jemand dort, wo er eine Wohnung unter Umständen innehat, die darauf schließen lassen, dass er die Wohnung beibehalten und nutzen wird." So lautet die Definition in Paragraf 8 der Abgabenordnung. Dabei ist es unerheblich, ob die Wohnung abgeschlossen ist und ob eine eigene Küche oder Waschgelegenheiten zur Verfügung stehen. Es reicht aus, wenn die Räume überhaupt bewohnbar sind, der Nutzer die Schlüsselgewalt hat, Wasser- und Stromversorgung funktionieren und eine Schlafmöglichkeit vorhanden ist. Ein Hotelzimmer ist allerdings kein Wohnsitz.

"Den gewöhnlichen Aufenthalt hat jemand dort, wo er sich unter Umständen aufhält, die erkennen lassen, dass er an diesem Ort oder in diesem Gebiet nicht vorübergehend verweilt. Als gewöhnlicher Aufenthalt ist stets von Beginn an ein zeitlich zusammenhängender Aufenthalt von mehr als sechs Monaten Dauer anzusehen; kurzfristige Unterbrechungen bleiben unberücksichtigt." So heißt es in Paragraf 9 der Abgabenordnung. Die zeitliche Grenze von sechs Monaten gilt nicht, wenn man sich maximal ein Jahr für einen privaten Besuch, zur Erholung oder zu einer Kur in Deutschland aufhält.

Steuerpflicht in Deutschland

In Deutschland ist die Frage nach dem Umfang der Steuerpflicht stets an den Wohnsitz geknüpft. Sobald Sie also in Deutschland aus steuerrechtlicher Sicht einen Wohnsitz haben, sind Sie mit Ihrem auf der gesamten Welt erzielten Einkommen in Deutschland steuerpflichtig - unabhängig davon, ob Sie in dem betreffenden Jahr persönlich in Deutschland gewesen sind oder nicht. Diese Regeln gilt nicht nur in Deutschland. Die meisten Länder stellen auf ähnliche Konzepte ab, die den Wohnsitz in den Mittelpunkt rücken.

Steuerrechtlich wird der Wohnsitz durch die Wohnung definiert, über die man faktisch verfügen kann. Wenn Sie also aus Deutschland wegziehen und Ihre bisherige Wohnung komplett aufgeben, dann haben Sie in Deutschland keinen Wohnsitz mehr. In einem solchen Fall sind Sie nur noch dann in Deutschland steuerpflichtig, wenn Sie Einnahmen haben, die direkt Deutschland zuzuordnen sind. Dazu zählen z.B. Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung einer deutschen Immobilie oder der Gewinn eines lokalen Ladengeschäfts in Deutschland, welches Ihnen gehört. Es besteht hingegen jedoch in der Regel keinerlei Steuerpflicht hinsichtlich Ihrer Einkünfte, die Sie im Ausland erzielen.

Steuergefahr Erstwohnsitz - Zweitwohnsitz

Wenn jemand zwei Wohnsitze hat, also einen in Deutschland und einem im Ausland, werden beispielsweise Schreiben von Gerichten, Verwaltungen und Finanzbehörden immer an den Hauptwohnsitz gesendet. Liegt der Hauptwohnsitz in Deutschland oder nimmt das Finanzamt an, dass der Haptwohnsitz in Deutschland ist, bleibt auch die deutsche Steuerpflicht vollumfänglich bestehen. In diesem Fall würden auch sämtliche Einkommen in Deutschland versteuert werden müssen, die im Ausland erzielt wurden.

 

Gehen Sie hier stets davon aus, dass Ihnen eine Finanzbehörde stets zu unterstellen versucht, Sie hätten Ihren Erstwohnsitz bzw. Hauptwohnsitz in Deutschland und sind auch dort steuerpflichtig. Auch wenn dies nicht stimmt - wenn Sie das Gegenteil beweisen müssen, sitzt die Behörde leider nur zu oft am längeren Hebel. Sie brauchen dann hieb- und stichfeste Beweise (Dokumente, Rechnungen, Bescheide usw.), die das Gegenteil beweisen können. Wenn Sie jedoch diesen Angriffspunkt von vorneherein vermeiden, sind Sie die deutsche Finanzbehörde meist schnell los.

Andere Länder, andere Sitten

Wer ins Ausland umzieht, sollte sich vorher mit den jeweiligen landesspezifischen Besonderheiten vertraut machen. Eine mehrtägige Reise macht hier durchaus Sinn, um die Gepflogenheiten vis a vis kennen zu lernen. Wenn es jedoch um besondere Genehmigungen geht, wie zum Beispiel Arbeitsgenehmigungen, Visa, Bankkonten, Anmeldung bim Finanzamt, Wohnungssuche usw. macht es Sinn, sich an einen spezialisierten Experten zu wenden. Auch wenn dieser ein Honorar verlangt, spart er Ihnen viel Zeit, viele Wege umsonst und viele Fehler, die Sie sonst unter Umständen machen würden.

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