Krisenvorsorge und Vermögensschutz für Privatpersonen und Unternehmer

Klug beraten ist, wer vorbeugende Massnahmen trifft, anstatt sich böse überraschen zu lassen. Sollte es nach der Pandemie zu einem Domineffekt kommen, sollten Sie bereits vorbereitet sein. Hier finden Sie einige Möglichkeiten, die andere Unternehmer und Privatpersonen bereits aktiv bei der finanziellen Krisenvorsorge umsetzen.

Die Coronakrise traf bereits auf eine Welt mit einer Rekordverschuldung. Aus dieser Krise ist nun eine existentielle Krise für die Stabilität des gesamten Finanzsystems geworden.

 

In nie dagewesener Höhe drucken die Zentralbanken seit Jahren neues Geld, um dadurch zu versuchen, aufkommende Krisen mit frisch gedrucktem Geld zu ertränken. Gleichzeitig halten sie die Zinsen im Null- und Negativbereich, denn nur ein geringer Anstieg würde dazu führen, dass viele Länder sofort am Rande des Staatsbankrotts wären, neben vielen Tausenden von Unternehmen, die nur deshalb überleben, weil die extrem hohe Verschuldung fast keine Zinsen kostet. Es wäre naiv zu glauben, dass diese Paramenter keine Auswirkungen für die nahe Zukunft haben werden.

Alles nur eine Frage der Zeit.

Eine exzessive Ausweitung der Geldmengen war in der Vergangenheit stets die Basis für inflationäre Entwicklungen. Wie so oft in der Geschichte, können auch in unserer Zeit die meisten Staaten ihre Ausgaben nicht mehr durch Steuereinnahmen oder die Ausgabe von Anleihen am Kapitalmarkt decken. Wir erleben eine beispiellose Gleichschaltung von Fiskal- und Geldpolitik. Die Notenbanken sind zu den letzten Rettungsankern der Regierungen geworden und bereits deren größte Gläubiger. Ohne ihre massive Intervention wäre das Finanzsystem bereits am Ende.

 

Manche Analysten behaupten, wir befänden uns bereits am Beginn der sogenannten Modern Monetary Theory (MMT). Demnach können Staaten unbegrenzt über Ihre Einflussnahme auf die Notenbanken die Geldmenge erhöhen. Dies ist jedoch weder modern, noch klingt es nach einer ökonomisch fundierten Theorie. Vielmehr ist es eine reine Verzweiflungstat in einem monetären Endspiel, das längst begonnen hat. Denn wenn Budgetdefizite und Staatsschulden  keine Rolle mehr spielen, weil sie mit frisch gedrucktem Geld und künstlich gedrückten Zinsen irrelevant werden, dann sind auch Steuerzahlungen obsolet, ebenso wie ein ökonomisch sinnvolles Wirtschaften. Geld wird zu einer unbegrenzt vorhandenen Ware, die aufgrund der Null-/Negativzinsen nichts mehr kostet und für jeden verfügbar ist, der noch nicht zuviel davon hat.

 

Wir gehen davon aus, dass das böse Erwachen aus diesem Traum schneller kommen wird als wir derzeit hoffen. Wir gehen davon aus, dass dann ein Dominoeffekt eintreten wird, der sich quer durch alle Bereche fortpflanzen wird und dann das Vertrauen in das derzeitige Geld auch in der breiten Masse mehr und mehr in Frage gestellt werden wird.

 

„Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich oft“ schrieb einst Mark Twain.

Noch ist alles im Pandemiemodus

Dieses billige Geld frisst sich immer tiefer in wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Strukturen und wirkt wie eine Droge, von der immer mehr benötigt wird, um „high“ zu bleiben. Öffentliche und private Schulden steigen ins Unermessliche und kosten nahezu nichts, da es keine Zinsen mehr gibt. Die Finanzmärkte koppeln sich immer mehr von der Realwirtschaft ab und profitieren von der Inflation der Vermögenspreise. Der Reichtum einiger weniger nimmt exponentiell zu (im Jahr 2020 im Durchschnitt mehr als 25% in nur einem Jahr), während der Mittelstand immer mehr ausblutet und immer mehr Bürger steigende Sorgen haben, wie sie die nächsten Tage überleben sollen. Die die Politik genießt die neuen Spielräume, die ihr das frisch gedruckte Geld bietet. Wohltaten werden verteilt und Wahlversprechen überbieten sich. Es riecht wieder nach Sozialismus.

 

Der Aufschrei der Bevölkerung bleibt bislang aus. Noch ist alles im Pandemiemodus, noch herrscht Vertrauen in das Geldsystem. Sollte dieses Vertrauen schwinden, wird es jedoch ernst. Die Menschen werden dann beginnen, das Geld gegen Sachwerte einzutauschen. Als Konsequenz steigt die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes und die hohen Geldmengen entfalten ihre inflationäre Dynamik. In der Politik regt sich kaum Widerstand. Systemkritik in den Mainstream-Medien? Überwiegend Fehlanzeige. Historische Erfahrungen werden bewusst ausgeklammert. Dabei sind die Geschichtsbücher voll von Ereignissen, die über frisch geprägtes oder gedrucktes Geld handlungsfähig bleiben wollten und letztendlich das Gegenteil erreichten.

Klug beraten ist, wer die Zeit nun nutzt und aktiv finanzielle Krisenvorsorge betreibt.

Vor kurzem wurde der deutsche Finanzminister gefragt, ob sich Deutschland die massive Neuverschuldung des Jahres 2020 leisten könnte. Dieser bejahte diese Frage mit dem Argument, dass man ja die Pandemie bekämpfen müsse und man ferner ja "viel weniger" Schulden hätte als die anderen. Es macht Sinn, sich dieses letztere Argument auf der Zunge zergehen zu lassen: „Man kann sich eine dramatische Neuverschuldung absolut leisten, weil man viel weniger Schulden habe als die anderen“. Was der Finanzminister jedoch nicht sagte, ist die Tatsache, dass die Stabilität des Euros von der Stabilität der gesamten Euro Zone abhängt. Wenn also im Umkehrschluss die anderen Euro-Länder "viel mehr" Schulden als Deutschland machen, dann sollten auch beim deutschen Finanzminister alle Warnlampen angehen. Denn seine Politik steht und fällt mit der Stabilität des Euros in der Euro-Zone, nicht mit dem "deutschen Euro". Den gibt es nämlich nicht.

 

Man hat den Eindruck, die europäische Politik liebt die Pandemie. Denn solange Politiker sich mit Viren beschäftigen, werden von Ihnen keine konkreten Antworten erwartet, wie das finanzielle Desaster nach der Pandemie eigentlich bewältigt werden soll.

 

Wir befürchten, Politiker werden mit diesen Antworten völlig überfordert sein. Sie werden hoffen, dass die EZB die Kontrolle behält, sie werden hoffen, Bürger mit Mantras und Parolen bei der Stange zu halten, und sie werden hoffen, dass es schon „irgendwie“ gutgehen wird. Hochinteressant wird sein, wie unterschiedlich europäische Politiker argumentieren werden, wenn es um die künftige Stabilität des Euros in der Euro-Zone geht.

 

Großkonzerne werden die kommenden Monate gnadenlos weiter für ihre eigenen Interessen nutzen, sich mit kostenlosem Geld weiter zu versorgen und sich mit Übernahmen zu vergrößern.

 

Wir befürchten, der europäische Klein- und Mittelstand wird der große Verlierer sein: Zu sehr geschwächt um zu wachsen, mit angegriffenen oder aufgebrauchten finanziellen Reserven zu angeschlagen, um einen schnellen „turn around“ zu schaffen. Und er ist möglicherweise auch das erste Angriffsziel der Politik, wenn es darum geht, mehr Steuern und Abgaben einzufordern.

 

Es wäre auch sehr verwunderlich, wenn der Konsument innerhalb kürzester Zeit wieder damit beginnen würde, seine Konsumlust exzessiv zu steigern, solange er sich nicht sicher sein kann, dass sein Arbeitsplatz über Jahre sicher ist.

Denn in den europäischen Ländern sind die meisten Arbeitnehmer in klein- und mittelständischen Unternehmen beschäftigt, in Deutschland etwa 60% aller Arbeitnehmer, in Spanien fast 75%, in Italien und Portugal fast 80%, in Griechenland fast 90%. Und gerade eine Vielzahl dieser Unternehmen ist weder gut finanziert, noch hat komfortable finanzielle Rücklagen, sondern sich mehr und mehr verschuldet.

 

Gut beraten ist deshalb, als Unternehmer und auch Privatperson mit Vermögen die Zeit sinnvoll zu nutzen, solange die Politik noch im Pandemiemodus ist. Denn es ist sehr fraglich, ob danach gute und motivierende Taten folgen werden.

Anzahl der klein- und mittelständischen Unternehmen sowie beschäftigter Arbeitnehmer einzelne Länder EU

Was man tun kann, um sein Vermögen zu schützen.

Es gibt hierzu kein Allgemeinrezept, sondern individuelle, maßgeschneiderte Lösungen sind hierbei gefordert.

 

Wer sein Vermögen schützen möchte, ist grundsätzlich ist gut beraten, es so gut es geht zu diversifizieren. Zum einen macht Inflationsschutz Sinn, zum anderen aber auch die Verteilung auf bestimmte Regionen, um sich vor politischen oder steuerlichen Restriktionen besser schützen zu können. Verschiedene Währungen (speziell der USD) machen durchaus Sinn, in jedem Fall aber verschiedene Bankkonten in verschiedenen Ländern. Denn wir sind fest davon überzeugt, dass speziell in Deutschland Kontenabfragen, Kontenpfändungen oder Kontensperrungen zunehmen werden.

 

Hinsichtlich unternehmerischer Aktivitäten ist eine Verlagerung ins Ausland speziell für klein- und mittelständische Unternehmer oft nicht möglich.

 

Was aber jederzeit möglich ist, ist der Aufbau eines Zweitunternehmens im Ausland, um im Falle des Falles eine schrittweise Verlagerung der Aktivitäten vorzunehmen. Ferner ist eine schrittweise Verlagerung des Wohnsitzes ins Ausland möglich, wenn dieses gut vorbereitet wird.

 

Denn speziell beim Umzug in ein sog. Niedrigsteuerland versucht der deutsche Fiskus, hierbei besonders stark zu profitieren. Er versucht, einem steuerlich motivierten Wegzug natürlicher Personen ins niedrig besteuernde Ausland entgegenzuwirken. Neben der einmaligen Wegzugsbesteuerung im Zeitpunkt des Wohnsitzwechsels wird deshalb unter bestimmten Voraussetzungen die „normale” beschränkte Steuerpflicht des Weggezogenen erweitert, um Steuervorteile zu begrenzen, die durch den Wegzug ins Ausland erzielt werden können. Auch hier kann eine fundierte Vorbereitung sehr viel Kosten und Ärger ersparen.

 

Freiberufler und Unternehmer, die überwiegend digital arbeiten, haben hierbei mannigfaltige Möglichkeiten, dieses Unternehmen im Ausland aufzubauen und von dort aus global tätig zu werden. Gleiches gilt auch für Handelsunternehmen, die mit einem Online-Shop arbeiten.

 

Wenn Sie glauben, dass sich Ihre persönliche Situation als klein- und mittelständischer Unternehmer in Deutschland in den nächsten Jahren aufgrund weiterer behördlicher Restriktionen, Steuer- und Abgabenerhöhungen und mehr staatlicher Kontroll- und Überwachungsmechanismen erhöht, dann sollten Sie aktiv werden, anstatt passiv zu resignieren. Denn es ist Ihr Unternehmen, Ihr wirtschaftlicher Erfolg und Ihre persönliche Lebensfreue, die hier auf dem Spiel steht. Der Staat kümmert sich einen Kehricht darum.

 

Wenn Sie glauben, dass das „Projekt Euro“ in den kommenden Jahren immer mehr durch die Politik an die Wand gefahren wird, dann sollten Sie sich schrittweise davon immer mehr verabschieden. Speziell in diesem Fall bietet heute beispielsweise Großbritannien mit dem Brexit eine einzigartige Chance, aber natürlich auch die immer bedeutender werdenden Wirtschaftszonen in Dubai und natürlich nach wie vor Hong Kong, um in Asien intensive Geschäfte zu machen.

 

Wer an Europa, aber nicht mehr an Deutschland oder Österreich glaubt, dem stehen Länder wie Irland, Portugal, Malta oder Zypern mit sehr interessanten Lösungen offen.

 

Wir persönlich gehen davon aus, dass speziell Großbritannien in den kommenden Jahren völlig neue Chancen bieten wird. Es wird zu weiteren Steuersenkungen kommen, Unternehmen werden noch mehr seitens des Staats gefördert, internationale Beziehungen nach Amerika und Asien werden weiter intensiviert. Wir gehen davon aus, dass Großbritannien zum großen Schrecken der EU sogar Freihandelszonen, ähnlich Dubai, errichten wird, in denen internationale Unternehmen, vom 1-Mann Betrieb bis zum Multikonzern, steuerfrei tätig sein können.

 

Insbesondere erscheint es uns derzeit doch sehr fragwürdig, warum, so wie die Presse und die Politik speziell in Deutschland gerne behauptet, die Briten mit dem Brexit mehr Schaden als die Europäer haben sollten. Denn wie beispielsweise eine kürzlich veröffentlichte Studie ergab, hat die Finanzindustrie in Großbritannien seit dem Brexit noch mehr zugenommen und Arbeitsplätze geschaffen, anstatt so wie seitens der EU erhofft zu stagnieren. Wir denken, Europa überschätzt sich hier ein wenig, was die zukünftige Entwicklung angeht.

Wo unternehmerische Chancen und grosses Wachstumspotential in den kommenden Jahren entsteht:

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