Unsere Wirtschaftsprognose für Europa 2021 - 2023

Die Covid19-Krise hat die seit 2018 ohnehin angespannte wirtschaftliche Situation in Europa fast explosionsartig verschärft, die politische Unfähigkeit, vernünftige Entscheidungen zu treffen, hat weiter zugenommen. Dadurch steigt die immer mehr zunehmende Unsicherheit bei nahezu den meisten klein- und mittelständischen Unternehmern und Privatpersonen, die über etwas Vermögen verfügen.

Die Covid19-Krise hat die seit 2018 ohnehin deutlich angespannte wirtschaftliche Situation in Europa fast explosionsartig verschärft. Insofern liegt man sicherlich nicht falsch, wenn man diese Krise nicht nur als Ursache, sondern vielmehr auch als Brandbeschleuniger identifiziert, deren Brand durch massives politisches Versagen noch weiter angefacht wird. Das Jahr 2020 führte deshalb auch zu einer massiv angestiegenen Arbeitslosigkeit, viele klein- und mittelständische Unternehmen stehen vor dem existentiellen Ruin, viele Branchen wurden um Jahre zurückgeworfen. So wie es derzeit aussieht, wird 2021 noch schlimmer.

Wir möchten mit dieser Analyse eine möglichst pragmatische Zusammenfassung der derzeitigen Situation vermitteln. Natürlich haben auch wir keine Glaskugel und können nicht in die Zukunft sehen. Auch sind wir weder düstere Crash Propheten, noch unverbesserliche Optimisten.

 

Aber wir analysieren viel, verfolgen die internationalen Märkte, investieren selbst in den Kapitalmärkten und sehen uns eine Sache immer erst von mehreren Seiten an, bevor wir uns eine Meinung bilden. Und natürlich wird es viele geben, die völlig anderer Meinung als wir sind, was völlig in Ordnung ist.

 

Aber vielleicht gelingt es uns, den einem oder anderen ein paar Denkanstöße zu geben, sein Vermögen oder Unternehmen zu schützen oder wenigstens auf Eventualitäten vorzubereiten. Dann hätte sich diese Analyse für uns voll und ganz gelohnt.

In sechs Monaten wurden 23 Prozent der jemals geschaffenen US-Dollar zusätzlich neu gedruckt

Das Jahr 2020 war das Jahr der exponentiellen Geldmengenausweitung durch die Zentralbanken in vorher noch nie dagewesenen Höhen. Mit diesem Geld-Tsunami sollte alles, was finanziell in die Schieflage geraten war, ohne Rücksicht auf Verluste ertränkt werden. Gleichzeitig wurden Negativzinsen für mindestens die nächsten 5 Jahre manifestiert. In Deutschland wurde beispielsweise das Insolvenzrecht ausgeschaltet, die Bilanzierung von Banken wurde im Hinblick auf die Ausweisung von Risiken komplett aufgeweicht, Kurzarbeitergeld wurde in nie dagewesener Weise auf 2 Jahre verlängert, und Helikoptergeld wurde großzügig verteilt.

 

In den USA sorgte im Frühjahr und Sommer die massive breite Verteilung von Helikoptergeld bei Millionen von Menschen zu mehr Einkommen, als wenn die Betroffenen gearbeitet hätten. Doch mit Beendigung dieser Staatshilfe änderte sich dies schlagartig wieder. Laut einer Umfrage stehen nahezu 25 Prozent aller Amerikaner kurz vor der totalen Verarmung .

Während die allermeisten Bürger mit extremen Einschränkungen und Einkommenseinbußen zu kämpfen hatten und ganze Branchen monatelang keine Einkünfte mehr erzielten, stiegen gleichzeitig Vermögenswerte wie Aktien und Immobilien in noch nie dagewesener Geschwindigkeit und erreichen noch immer fast wöchentlich neue Höchststände. Im Jahr 2020 wurde in nur wenigen Monaten fast 23% der gesamten weltweiten Menge an US-Dollar neu geschaffen, in Europa sieht die Zahl nicht viel anders aus.

 

Dies führt natürlich zu der Frage, wie lange das Gutgehen kann und ob ein Finanz- und Geldsystem, wie wir es haben, das verkraften kann. Denn was gerade passiert, widerspricht sämtlichen Grundsätzen der Makroökonomie. Geld wird zu einer unbegrenzt vorhandenen Ware, die aufgrund des Negativzinses noch dazu mehr als kostenlos zur Verfügung steht. Man hat den Eindruck, je mehr sich ein Unternehmen oder ein Staatshaushalt verschuldet, desto besser. Wirtschaftliche Kennzahlen spielen scheinbar keine Rolle mehr. Wer heute noch vernünftig bzw. kaufmännisch vorsichtig wirtschaftet, ist selbst schuld. Wer spart, muss Strafzinsen zahlen, wer dagegen Schulden über Schulden macht, ist im heutigen Finanzsystem ein gern gesehener Gast.

Wenn Geldmenge und Schulden keine Rolle mehr spielt, warum dann überhaupt noch Steuern zahlen?

Nicht nur wir glauben jedoch, dass diese Art des Wirtschaftens, Gelddruckens und exponentiellen Schuldenmachens in nicht allzu langer Zeit zu erheblichen Verwerfungen führen wird.

Denn wenn es keine Rolle mehr spielt, wie groß die Geldmenge oder die Verschuldung einer Volkswirtschaft ist, dann ist über kurz oder lang auch die Zahlung von Steuern und Abgaben obsolet, denn das Geld kann ja viel einfacher gedruckt werden.

 

Und wenn es ebenfalls keine Rolle mehr spielt, ob Konzerne oder Banken Gewinne erwirtschaften oder nicht, weil sie im Falle von finanziellen Schwierigkeiten sowieso vom Staat bzw. der Zentralbank gerettet werden, dann hat dies nichts mehr mit einer wettbewerbsorientierten Marktwirtschaft zu tun, sondern mit staatlicher Planwirtschaft.

 

Sollten Kredite oder Verluste, die von Privatpersonen, Unternehmen oder der öffentlichen Hand nicht mehr bedient werden, einfach abgeschrieben werden können oder in sogenannte Bad Banks etc. ausgegliedert werden können, ohne dass dies zu Konsequenzen führt, dann sind diejenigen, die ihre Kredite bedienen, die Gelackmeierten.

 

Und sollten, so wie es beispielsweise in Großbritannien, Spanien oder Italien der Fall ist, Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst weitaus mehr Einkommen erhalten als Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft, dann ist der Weg zur Planwirtschaft ebenfalls nicht mehr weit. Denn warum sollte sich ein Arbeitnehmer den Arbeitsplatz- und Wettbewerbsrisiken der Marktwirtschaft stellen, wenn er anstatt dessen gemütlich und ohne großes Risiko im öffentlichen Dienst arbeiten kann und dafür auch noch besser entlohnt wird. Schön blöd wäre er, das nicht zu tun.

Viele trauen dem Frieden nicht mehr.

Wir beobachten seit vielen Monaten eine immer mehr zunehmende Nervosität und Furcht bei nahezu den meisten klein- und mittelständischen Unternehmern und Privatpersonen, die über etwas Vermögen verfügen. Dieser Trend hat sich in den letzten Monaten noch weiter verstärkt.

Viele trauen dem Frieden nicht mehr und befürchten deutliche Verwerfungen bis hin zu einem Zusammenbruch des derzeitigen Geldsystems. Besonders für Europa glauben viele, dass dunkle Wolken aufziehen. Eine nicht mehr zu stoppende Transferunion von Nord nach Süd, fehlende Fortschritte bei neuen Technologien, überdurchschnittliche Zunahme von Kontroll- und Sicherheitsgesetzen und eine immer weiter auseinander klaffende Produktivität der einzelnen Mitgliedsstaaten sind in der Tat keine guten Voraussetzungen, um Europa weiter zu vereinen, sondern eher, Spaltungen und Missgunst wieder zu vergrößern.

Obwohl die Produktivität und das Bruttoinlandsprodukt in Europa seit Jahren nicht mehr nennenswert steigt, wird das Drucken von neuem Geld noch erweitert, während die Zinsen noch weiter in das Negative abrutschen. Und der gerade einmal 20 Jahre alte Euro, der seit der Einführung von einer Krise in die nächste schlittert, hat immer mehr damit zu kämpfen, sein Vertrauen aufrecht zu erhalten.

 

Auch sind die meisten klein- und mittelständischen Unternehmer und Privatpersonen davon überzeugt, dass sie mehr als jemals zuvor zur Kasse gebeten werden – sei es durch geplante höhere Abgaben, einem deutlichen Anstieg der Inflation, einem verzerrten Wettbewerb mit immer mehr staatlicher Einflussnahme oder gar plötzlich angeordneten Veränderungen des Geldsystems zum Beispiel durch Kapitaltransferbeschränkungen, Einführung einer staatlich kontrollierten Digitalwährung sowie einer deutlichen Einschränkungen der Nutzung von Bargeld, alles natürlich gut getarnt unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung und der Bekämpfung der Geldwäsche durch die Mafia in Palermo.

 

Wir möchten mit dieser Analyse eine aus unserer Sicht möglichst neutrale Zusammenfassung der derzeitigen Situation vermitteln. Natürlich haben auch wir keine Glaskugel und können nicht in die Zukunft sehen. Und natürlich wird es viele geben, die völlig anderer Meinung als wir sind, was auch gut so ist. Aber vielleicht gelingt es uns, den einem oder anderen ein paar Denkanstöße zu geben, sein Vermögen oder Unternehmen besser zu schützen oder wenigstens auf Eventualitäten vorzubereiten. Dann hätte sich diese Analyse für uns voll und ganz gelohnt.

Wegzug der Hochqualifizierten verstärkt sich, Bereitschaft zum Unternehmerrisiko nimmt ab.

Ob für einen beruflichen Karriereschritt, eine internationale Ausbildung, den Ruhestand im sonnigen Süden oder als Weg in einen neuen persönlichen Lebensabschnitt – es gab bislang viele Gründe, Deutschland den Rücken zu kehren.

In einer Untersuchung aus dem Jahr 2018 wurde veröffentlicht, dass rund 180.000 Deutsche jedes Jahr in ein anderes Land umziehen. Akademiker und hochqualifizierte Spezialisten und Führungskräfte machen hierbei einen Anteil von 76 Prozent aus. Die Gründe sind weitaus bessere Verdienst- und Karrierechancen, aber auch eine deutlich geringere Steuerbelastung, der Aufbau von internationalen Kontakten und auch ein anderer Lebensstil.

 

Speziell Personen mit der Ambition, als Unternehmer Karriere zu machen, sei es mit einem Start-Up, als Freiberufler oder mit neuen Ideen in neuen Technologien und zukunftsweisenden Projekten finden in Deutschland keinen guten Nährboden, ihre Idee erfolgreich wachsen zu lassen.

 

Deutschland belastet mit den nahezu höchsten Steuern und Abgaben weltweit sowie einer immer komplexer werdenden Fülle an Gesetzen, Vorschriften und Einschränkungen, die unternehmerisch Tätigen das Leben immer schwerer machen. Die deutschen Gesetze sind dafür ausgelegt, im Falle des Erfolgs massiv zu kassieren und im Falle des Scheiterns hart zu bestrafen.

 

Damit kann das unternehmerische Risiko in Deutschland schnell zu einem lebenslangen existentiellen Risiko werden:

Das deutsche Arbeitsrecht ist alles andere als unternehmensfreundlich. Wer es schafft, finanzielle Erfolge zu erzielen, findet sich schnell auf der schwarzen Liste eines potenziellen Steuerhinterziehers wieder und muss tagtäglich mit umfassenden Betriebsprüfungen rechnen, um auch das letzte aus ihm herauszuquetschen. Man hat oft in der Tat den Eindruck, in Deutschland wäre unternehmerischer Erfolg etwas Anrüchiges, während unternehmerisches Herumdümpeln von der Hand in den Mund dem Credo dem allgemein erwünschten "Unauffälligen" entspricht.

 

Viele Länder denken hier völlig anders. Speziell in angelsächsischen Ländern und auch in Asien ist der Grundsatz eines freien Unternehmertums heilig, der Staat versteht sich meist als Servicepartner, nicht wie es oft in Deutschland der Fall ist, als Überwachungs- und Einschränkungsorgan.

 

Dass Deutschland schon seit vielen Jahren keine Innovationsschmiede mehr ist, obwohl gerne anders behauptet, zeigen ein paar ganz einfache Fakten:

 

Die Liste der 1000 umsatzstärksten Unternehmen der Welt legt schonungslos das Zukunftsproblem der deutschen Wirtschaft offen. Mit 44 Unternehmen liegt die deutsche Wirtschaft zusammen mit Südkorea auf einem geteilten fünften Platz hinter Spitzenreiter USA sowie Japan, China und dem knapp vor Deutschland platzierten Großbritannien.

 

Doch die aufgelisteten deutschen Top-Unternehmen stammen nahezu ausschließlich aus klassischen Industriebranchen. Bei Zukunftsthemen wie IT, Digitalisierung, Biotech, Telekommunikation, Green Energy, Fintech, Onlinehandel usw. ist völlige Fehlanzeige, es dominieren hier amerikanische und zunehmend auch asiatische Anbieter.

 

Wir rechnen speziell in den kommenden Jahren mit deutlich verstärkten, lukrativen Angeboten aus dem Ausland, um hochqualifizierte Bürger und auch Unternehmer zur Auwanderung zu motivieren, speziell wenn es um den Aufbau von zukunftsweisenden Technologien geht.

 

Gleichzeitig rechnen wir damit, dass in Deutschland die Motivation bei Unternehmens-Neugründungen aufgrund sich ständig verschlechtender politischer und gesetzlicher Hürden weiter abnehmen wird. Ebenso fehlt in Deutschland die zum Beispiel in den angelsächsischen Ländern nahezu ausschließlich genutzte Möglichkeit der Risikofinanzierung von neuen Unternehmen und Ideen ohne Bankkredite, darüber hinaus droht im Falle eines jederzeit möglichen unternehmerischen Scheiterns (kein Erfolg ohne Risiko) das deutsche Insolvenzrecht mit harten strafrechtlichen und existentiellen Konsequenzen, was man so in anderen Ländern nicht kennt.

 

Jeder Unternehmer weiss: Erfolg ohne Risiko gibt es schlicht und einfach gesagt nicht, Scheitern kann passieren, try and error war es, was die Menschheit und Wissenschaft auf den heutigen Stand gebracht hat.

Unsere Wirtschaftsprognose 2021 - 2023

Wir möchten Ihnen mit dieser 8-teiligen Analyse einen pragmatischen Überblick über die derzeitige Lage des Finanzsystems geben. Ferner möchten wir etwas näher beleuchten, ob die derzeitigen Massnahmen, die seitens der Regierungen und Zentralbanken durchgeführt werden, die Probleme lösen können oder diese sogar noch verstärken werden. Als letzten Punkt möchten wir Ihnen jedoch wichtige Handlungsempfehlungen mit an die Hand geben, die Ihnen aufzeigen sollen, welchen Trends und Vorsorgekonzepte beispielsweise mittelständische Unternehmer oder Privatpersonen mit deren Vermögen folgen können, um sich auf mögliche Verwerfungen vorzubereiten.

Zustände wie zu Zeiten der Dot Com Blase

Während die Wirtschaft massiv einbricht und manche Branchen wahrscheinlich nicht überleben, steigen Aktien und Immobilien nahezu exponentiell. Warum?

Die eigentliche Krise kommt nach der Krise

Alle Anzeichen verdichten sich, dass die eigentliche Krise dann beginnen wird, wenn Corona durch einen wirksamen Impfstoff wirksam bekämpft werden wird. Spätestens dann, wenn von Krisenmodus auf Realiätsmodus geschaltet wird, beginnt das große Zittern.

Die Dimension der Schulden

Es scheint fast so, als wären Millionen heutzutage das Kleingeld, Milliarden die Portokasse und Billionen ein absolut normaler Betrag. Eine Studie gibt genauen Aufschluss darüber, über welche Summen wir eigentlich wirklich reden.

Unsere Wirtschafts-Prognose 2021 - 2023

Das wirtschaftliche und politische Handeln der letzten 24 Monate hat Konsequenzen für die zukünftige Entwicklung in den kommenden 3 Jahren. Es wäre naiv anzunehmen, spätestens in einem halben Jahr wäre wieder alles beim Alten. Wir erwarten vielmehr einen Dominoeffekt.

Unlösbare Probleme bis 2030

Wir möchten hier beileibe keinem den Optimismus und die Illusion, alles wird wieder gut, nehmen. Dennoch sehen wir einige uns alle über kurz oder lang betreffende Tatsachen, von denen wir glauben, dass diese mit den derzeitigen Möglichkeiten und auch mit Gelddrucken nicht zu lösen sind.

Wie sicher das Geld eigentlich noch ist

Kennen Sie das Märchen "Des Kaisers neue Kleider"?. Wir empfehlen Ihnen, dieses Buch unbedingt in Ihre Pflichtlektüre mit aufzunehmen, wenn Sie mehr über den Wert des Geldes heutzutage wissen möchten.

3 Argumente, warum es zu keiner Krise kommt

Es gab in den letzten 3000 Jahren keine Zeit, in der Zinsen langfristig im Null- und Negativbereich waren. Gleichzeitig führte die massive Ausweitung von Geld durch die Zentralbank in den Historie stets früher oder später zur Hyperinflation. Dennoch werden derzeit Argumente gebracht, warum dies nicht eintreten wird.

Sicherheitskonzepte für den Mittelstand

Klug beraten ist, wer vorbeugende Massnahmen trifft, anstatt sich böse überraschen zu lassen. Sollte es nach der Pandemie zu einem Domineffekt kommen, sollten Sie bereits vorbereitet sein. Hier finden Sie einige Möglichkeiten, die andere Unternehmer und Privatpersonen bereits aktiv umsetzen.

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