Entschuldung im Ausland, England Insolvenz, Hilfe bei Schulden und drohender Überschuldung

Mit einem Insolvenzverfahren in England kann man es schaffen, sich innerhalb von ca. 12 – 18 Monaten komplett zu entschulden und dann nochmals neu anzufangen.

Das Thema Überschuldung hat in den letzten Jahren dramatisch zugenommen. Immer mehr Menschen – in Deutschland sind es bald über 10 Millionen – sind entweder nicht mehr in der Lage, ihren laufenden finanziellen Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen, oder aber sie stehen kurz davor.

Eine Überschuldung kann jeden treffen!

Eine Überschuldung kann jeden treffen, egal ob arm oder reich. Das gilt für Privatpersonen ebenso wie für Selbständige, Freiberufler und Unternehmer.

Der Begriff der Überschuldung heißt zunächst, dass die Schulden eine bestimmte Höhe erreicht haben, die das bestehende Vermögen übersteigen. Überschuldung ist ein Zustand exzessiver Schulden, den der Schuldner nach menschlichem Ermessen nicht mehr aus vorhandenen Einnahmen oder Vermögen beseitigen kann. Bei natürlichen Personen spricht man in der Schuldnerberatung bei Überschuldung von einer Situation, in der es der betroffenen Person nicht möglich ist, ihre Schulden innerhalb eines überschaubaren Zeitraums unter Einsatz vorhandenen Vermögens und freien Einkommens zu bezahlen, ohne dabei die eigene Grundversorgung zu gefährden.

Es ist natürlich einfach zu behaupten, für seine eigenen Schulden ist jeder selbst verantwortlich. Und natürlich stimmt das auch grundsätzlich. Dennoch ist das Leben bekannter Weise eine Anhäufung von unvorhersehbaren Ereignissen und Zufällen und ein ständiges Auf und Ab. Es gibt keinerlei Sicherheit, es gibt keine Zukunftsgarantie, es gibt auch keine Erfolgsrezepte, wie jemand sein Leben optimal leben und seine wirtschaftlichen und finanziellen Dinge planen sollte.

 

Zudem leben wir Menschen nicht als Einsiedler oder in einer eng eingegrenzten Familien- oder Dorfgemeinschaft, sondern in einem immensen Netzwerk voller Faktoren und Entscheidungen, die direkten Einfluss auf unsere wirtschaftliche und finanzielle Situation haben, jedoch von uns selbst nicht persönlich beeinflusst werden können. Ohne eigenes Zutun in die Überschuldung zu geraten ist absolut möglich. Es bedarf keinem überdurchschnittlichen oder gar exzessiven Gelüste nach Konsum oder Luxus, um heutzutage überschuldet zu sein.

Während die deutsche Insolvenz meist das Aus bedeutet, ist diese im Ausland oft ein Neuanfang

Meist führt der Versuch, seine Schulden und Gläubiger halbwegs in  Schach zu halten, zu hohen psychischen, familiären und sogar gesundheitlichen Problemen, die einen Tag und Nacht verfolgen. Und oft stellt man nach einiger Zeit fest, dass alle Anstrengungen nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben und die Sache nur noch schlimmer geworden ist.

 

Während man in Deutschland bei einer Privatinsolvenz auch nach der Insolvenzreform viele Jahre lang mit erheblichen finanziellen Restriktionen zu kämpfen hat und beispielsweise als Unternehmer oder Selbstständiger aufgrund des langjährigen Ablaufs nur noch begrenzte Chancen hat, nochmals einen Neuanfang zu starten, ist dies in einigen Ländern im EU Ausland völlig anders.

 

Mit einem Insolvenzverfahren in England kann man es schaffen, sich innerhalb von ca. 12 – 18 Monaten komplett zu entschulden und dann nochmals neu anzufangen.  Nach Abschluss des Verfahrens ist man frei.

Eine schnelle Lösung – die englische Privat Insolvenz, solange England noch in der EU ist

Insolvenzen in anderen EU Staaten werden aufgrund des EU Rechts in allen anderen EU Staaten vollwertig anerkannt. Eine abgeschlossene Insolvenz in England hat damit auch in Deutschland oder Österreich ihre volle Gültigkeit. Solange Großbritannien noch Mitglied in der Europäischen Union ist. Was mit Insolvenzverfahren geschieht, die nach dem Austritt England aus der EU erfolgen oder abgeschlossen werden, ist derzeit noch offen.

 

Es empfiehlt sich also, schnell aktiv zu werden, sollte man sich für dieses Verfahren interessieren.

Das englische Privat Insolvenzverfahren im Überblick und im Vergleich zum deutschen

Hier finden Sie einen kurzen Überblick über die wesentlichen Unterschiede zwischen dem deutschen und dem englischen Insolvenzverfahren als kompakte Zusammenfassung.

+ Wann ist es nicht mehr möglich, ein Verfahren in England einzuleiten?

Ein Insolvenzverfahren in England kann nicht mehr eröffnet werden, wenn sich der Antragsteller bereits in einem deutschen Insolvenzverfahren befindet. Falls ein Insolvenzverfahren für eine juristische Person anhängig ist, für welche gehaftet wird, sollte sich beeilt werden. Da die meisten Gläubiger einen Antrag auf Eröffnung der Privatinsolvenz stellen werden, sollte diese schnell in England durchgeführt werden.

+ Wann ist eine Insolvenz in England im Vergleich zu Deutschland sinnvoll?

Eine Privatinsolvenz in England ist einerseits dann sinnvoll, wenn die Schulden eine bestimmte Höhe haben, da die Umstellung der Lebensumstände (Umzug, Einrichtung Lebensmittelpunkt usw.) Geld kosten. Der größte Vorteil besteht jedoch eindeutig in der erheblich verkürzten Verfahrensdauer im Vergleich zum deutschen Verfahren.

+ Was wird im englischen Insolvenzverfahren erfasst, was nicht?

In der englischen Insolvenz werden alle Schulden erfasst - ausgenommen sind

+ Schulden aufgrund von Betrug, Untreue, Geldstrafen, Buß- bzw. Ordnungsgelder

+ Schulden in Zusammenhang mit familienrechtlichen Ansprüchen wie Unterhalts- und Pensionsansprüchen usw.

+ Schulden in Zusammenhang Schadensersatzansprüchen bei Personenschäden, z.B. bei Körperverletzung usw.

+ Was ist der fundamentale Unterschied zwischen dem englischen und dem deutschen Insolvenzverfahren?

Anders als in Deutschland ist der Sinn des Insolvenzverfahrens in England ist schnelle  Wiederherstellung der Zahlungs- und Wirtschaftsfähigkeit des Schuldners.

 

Während das deutsche Recht an das Insolvenzverfahren strenge Voraussetzungen knüpft, die insbesondere gläubigerorientiert sind, ist das vergleichbare Verfahren in England an mildere Voraussetzungen angelehnt und lässt dem Schuldner erheblich mehr Freiheiten.

 

Die Unterschiede zwischen dem englischen und deutschen Recht sind deshalb erheblich.

 

 Die Wohlverhaltensphase dauert in Deutschland ab Eröffnung des Insolvenzverfahrens sechs Jahre: In England gerade einmal zwölf Monate. § 295 InsO (Insolvenzordnung) sieht vor, dass der Schuldner sich um eine angemessene Erwerbstätigkeit bemühen und die Hälfte von zukünftigen Erbrechten an den Treuhänder übertragen muss. Diese Regelung soll verhindern, dass der Schuldner eine anstehende Erbschaft ausschlägt und die Gläubiger zumindest die Hälfte des Erbes erhalten können.

 

Vergleichbare Regelungen existieren im englischen Recht nicht: Der Schuldner ist nicht zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit verpflichtet.

 

Das deutsche Insolvenzrecht verfolgt beinahe nur Interessen zu Gunsten der Gläubiger. Als Schuldner kann nur von einem relativ geringen Rechtsschutz profitiert werden, alle Macht liegt beim Insolvenzverwalter oder Treuhänder, der diese macht oft auch rücksichtslos ausnutzt und den Schuldner regelrecht aushungert.

 

 Das englische Recht folgt einer anderen Rechtsphilosophie. Ein englisches Insolvenzverfahren zielt auf volkswirtschaftliche Belange ab. Der Schuldner soll so schnell wie möglich von seinen Schulden befreit werden. Durch die anschließende Teilnahme am Wirtschaftsleben wird die Volkswirtschaft gestärkt. Die schnelle Befreiung von den Restschulden soll den Schuldner schnellstmöglich zu einer Teilnahme am Berufsleben motivieren.

+ Was sind die Unterschiede bei der Restschuldbefreiung und Wohlverhaltensphase

In Deutschland muss nach der Anmeldung des Insolvenzverfahrens nach wie vor von einer Verfahrensdauer von mindestens sechs Jahren ausgegangen werden.  Die in der jüngsten Insolvenzreform in Deutschland beschlossenen verkürzten Fristen auf drei bzw. fünf Jahre sind in der Praxis nur ausnahmsweise zu bewältigen. 

 

Darüber hinaus erfolgt die finale Entscheidung über die Restschuldbefreiung in Deutschland  erst nach erfolgreichem Ablauf der Wohlverhaltensphase.

 

Im englischen Recht hingegen wird die Restschuldbefreiung bereits bei Verfahrenseröffnung statuiert. Die Wohlverhaltensphase beträgt gerade einmal zwölf Monate.

+ Wie werden Schulden aus unerlaubten Handlungen  (z.B. Insolvenzverschleppung) in den verschiedenen Verfahren bewertet?

Die Insolvenz in England lohnt sich vor allem, wenn unerlaubte Handlungen begangen wurden.

 

In Deutschland werden Schulden aus unerlaubten Handlungen nicht von der Restschuldbefreiung umfasst. Unternehmen welche eine Insolvenzverschleppung begangen haben, werden davon ganz besonders schwer getroffen. Eine Insolvenzverschleppung kann extrem schnell unterstellt werden, auch wenn diese unter Umständen gar nicht absehbar war. Gleiches gilt immer mehr auch für Schulden aus Steuerverbindlichkeiten. Auch hier werden Schulden oft nicht von der Restschuldbefreiung erfasst.

 

 Die Insolvenz in England bietet den Vorteil, dass der Schuldner auch von den Schulden aus unerlaubter Handlung inklusive Steuerschulden befreit wird. Eine Restschuldenbefreiung ist nur dann ausgenommen, wenn die Schulden aus betrügerischen Handlungen stammen. Allgemein kann deshalb davon ausgegangen werden, dass eine Restschuldbefreiung in England umfassend gewährt wird.

 

Im deutschen Recht existieren hingegen zahlreiche Ausschluss- und Versagungsgründe, mit welchen eine Restschuldenbefreiung blockiert werden kann. Da über die Befreiung erst nach der Wohlverhaltensphase entschieden wird, muss zumindest sechs Jahre lang mit einer extremen Unsicherheit gelebt werden.

Wie werden Pfändungsfreigrenzen während der Insolvenz gehandhabt?

In Deutschland existieren feste Pfändungsfreigrenzen. Finanzielle Mittel die darüber liegen werden ohne Ausnahme gepfändet. Ein englisches Insolvenzverfahren bietet den Vorteil, dass die Höhe der Pfändungsfreigrenze individuell vom Insolvenzverwalter geprüft werden kann.

Seriöse Hilfestellung aus der Praxis zum Thema Privat Insolvenz in England

Wenn Sie sich detailliert informieren möchten, ob das Englischen Privat Insolvenzverfahren mit einer einjährigen Restschuldbefreiung für Sie das Richtige ist, oder wenn Sie Fragen zum Ablauf, zu den Voraussetzungen und den Fallstricken haben, bieten wir Ihnen eine absolut seriöse und diskrete Intensivberatung aus erster Hand an.

 

Anders als beispielsweise deutsche Anwälte, die Ihnen sicherlich in Deutschland helfen können, aber England meist nur aus der Theorie kennen, kennen wir die hiesigen Gegebenheiten wie den britischen Insolvency Service und das britische High Court Vorort im Detail.

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