Ist der Euro langfristig sicher und stabil oder bereits in massiver Gefahr?

Kennen Sie das Märchen "Des Kaisers neue Kleider"?. Wir empfehlen Ihnen, dieses Buch unbedingt in Ihre Pflichtlektüre mit aufzunehmen, wenn Sie mehr über die Stabilität des Euros in naher Zukunft wissen möchten.

Letztes Update 31.07.2021

Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, und es ist mir gleichgültig, wer die Gesetze macht!

Amschel Meyer Rothschild

Wieviel neue Euros kann die EZB noch drucken?

Die Bilanzsumme der EZB - die sich, ähnlich der Fed, zu einer Sondermülldeponie des Finanzsystems wandelt - ist von rund 4,6 Billionen Ende 2019 auf inzwischen fast 8 Billionen Euro explodiert. Damit ist die Bilanzsumme der EZB seit Mitte 2021 auf ca. 80% des Bruttoinlandsprodukts der gesamten Eurozone angewachsen. Tendenz weiter steigend.

 

Vor gut 15 Jahren, kurz vor dem Zusammenbruch der Immobilien- und Schuldenblasen in Europa, lag die Bilanzsumme der Europäischen Zentralbank noch knapp unterhalb der 1 Billionen-Marke. Sollte die EZB wie erwartet weiter in exponentieller Art und Weise versuchen, die EU mit frischem Geld zu „stimulieren“ werden wir in nicht allzu langer Zeit die 10 Billionen Grenze erreichen.

 

Wieviel Geld die EZB noch drucken kann, ist in der Tat eine interessante Frage. Manche sagen unbegrenzt, andere wiederum sagen, dass das Maß längst erreicht ist. Denn neben der eigentlichen Geldmenge spielt auch die sog. Geldumlaufgeschwindigkeit eine Rolle. Wenn sich diese nicht verändert, wird das zusätzlich gedruckte Geld nicht wie gewünscht über Kredite in den Umlauf kommen, dadurch keinen gewünschten Konsum erzeugen und dann auch kein Wirtschaftswachstum erzeugen. Sollte sich dies jedoch ändern, zum Beispiel weil die Verbraucher zuversichtlicher werden oder auch, weil Pleiten oder geopolitische Faktoren die Angebotsstruktur von Gütern verändern und sich dadurch die Umlaufgeschwindigkeit ändert, stehen wir vor einer erheblichen Inflation und Geldentwertung.

 

Völlig unbekanntes Terrain wurde jedoch durch die Notenbanken mit der Zinsentwicklung betreten. Denn Nullzinsen bzw. Negativzinsen gab es in den letzten 3000 Jahren Menschheitsgeschichte noch nie.

Welchen Wert hat der Euro derzeit noch?

Wenn wir über den Wert und die Stabilität des Euro und anderer FIAT Währungen nachdenken, dann führt die Verbindung Null-/Negativzins und permanente Geldvermehrung durch Drucken der Zentralbank zu folgender Aussage:

 

Grundsätzlich ist Geld nichts mehr wert. Es hat seinen Ertragswert (den Zins) schon längst verloren, das heißt es kann kostenlos geliehen werden, bzw. weckt bei Negativzinsen sogar den Anschein, als wolle es eigentlich keiner mehr so wirklich haben. Ferner ist Geld kein knappes Gut mehr und kann (und wird auch) durch die Zentralbank je nach Bedarf unbegrenzt neu gedruckt.

 

Die Verteuerung von sogenannten Assetwerten (also Aktien, Edelmetalle, Immobilien usw.) hingegen hat dramatisch zugenommen. Dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass immer mehr Kapital in knappe Vermögenswerte fließt und es für viele insbesondere vermögende Bürger bereits zu einer massiven Abnahme des Vertrauens in die Währung gekommen ist. Fast zu jedem Preis, scheint es.

 

Aber dennoch – solange die überwiegende Masse der Verbraucher noch Vertrauen in den Euro als Tauschwert gegenüber Gütern und Dienstleistungen haben, wird dieses Geld seinen Zweck noch erfüllen. Wenngleich sie auch feststellen müssen, dass der Wert tagtäglich stetig ein bisschen mehr schwindet.

 

Im Juli 2021 wurde die Inflationsrate der Verbraucherpreise offiziell mit 3,8 Prozent angegeben. Dies ist eine Zahl, die unserer Meinung nach deutlich zu niedrig ist. Die gefühlte Inflation ist wesentlich höher.

 

Welche Auswirkungen eine Inflationsrate auf Sparguthaben hat, können Sie in der Grafik unten gut erkennen:

Die Firma Solit, die sich auch mit dem Vertrieb von Edelmetallen beschäftigt und sehr interessante Analysen über Edelmatalle auf Ihrer Website veröffentlicht, untersuchte auch die Wertentwicklung von Gold zu den größten Währungen. Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Kaufkraft der sog. FIAT Währungen zu Gold seit 2000 bis 2020:

Dank der EZB: Griechenland zahlt für Schulden weit weniger Zinsen als die USA, sonst wäre es pleite

Wie weit der Wert des Euros sich zwischenzeitlich durch die Manipulation der EZB von der Realität entfernt hat, zeigt ein einfaches Beispiel: Eines der wirtschaftlich schwächsten Länder der EU (im Übrigen auch der kompletten westlichen Welt) mit einer der höchsten Verschuldungen weltweit (über 200% des BIP) zahlt für seine Neuverschuldung zwischenzeitlich weniger Zinsen als die größte Volkswirtschaft mit der weitaus wichtigsten Währung der Welt, die USA.

 

Dieses Land ist Griechenland.

 

Erinnern Sie sich noch? Noch vor einigen Jahren war Griechenland Auslöser der Euro-Krise, keiner wollte Griechenland auch nur mehr einen Cent leihen. Seitdem hat sich die griechische Wirtschaft in dramatischem Umfang verschlechtert, ist geschrumpft, hat mehr Arbeitslose und viel mehr Armut als jemals zuvor. Auch wird Griechenland in den nächsten 100 Jahren nicht in der Lage sein, auch nur einen Bruchteil seiner Schulden zu bedienen, sondern wird Schulden durch die Aufnahme von neuen Schulden bedienen. Das spielt Dank der EZB jedoch alles im Augenblick keine Rolle mehr.

 

Sie brauchen kein Finanzexperte sein, um zu erkennen, dass diese Manipulation des Euro nicht allzu lange gutgehen kann. Dann spielen auch scheinbar gute Nachrichten oder Wirtschaftsprognosen aus Deutschland keine Rolle mehr.

Entwicklung des Bruttoinlandprodukts von Griechenland im Vergleich zur USA. Während die USA ihr BIP seit 1995 fast verdreifacht hat, ist das BIP von Griechenland heute auf dem Stand von 2003 und hat sich im Vergleich zu 2008 nahezu halbiert. Tendenz weiter fallend.

Schwindet das Vertrauen in eine Währung, ist deren Absturz nur eine Frage der Zeit.

Man sollte den Euro pragmatisch stets auch unter dem Gesichtspunkt betrachten, dass er gerade einmal 20 Jahre alt ist und seitdem nie zur Ruhe gekommen ist (US-Immobilienkrise, Bankenkrise, Griechenlandkrise, Schuldenkrise, nun Corona Krise usw.). Der Anteil des Euro an den weltweiten Devisenreserven liegt immer noch nur bei rund 20 %., auf den US-Dollar entfallen nach wie vor über 60 %.

 

Sämtliche Rohstoffe, Öl, Gas und Edelmetalle werden in US-Dollar abgerechnet. Die Bedeutung des Euros außerhalb der Eurozone hat sich nicht eklatant erhöht und wird dies wohl in der Zukunft auch nicht. Nach wie vor dominiert der US-Dollar.

 

Dass das Vertrauen in den Euro bereits schwindet, zeigt die verzweifelte Suche vieler Anleger nach Alternativen.

 

Der immense Anstieg der Preise von Vermögenswerten deutet darauf hin, dass Verbraucher lieber „inflationssichere“ Geldanlagen auch zu extrem hohen Preisen akzeptieren, anstatt ihr Geld auf Konten zu belassen. Zugleich wächst die Angst vorlatent drohender Bargeldbeschränkungen und gleichzeitig die immer lauter werdenden Anpreisungen eines digitalen Euros, der bis in den letzten Cent überall und jederzeit verfolgt werden kann.

Inflationierung von Assetpreisen wie Rohstoffe, Immobilien und Aktien seit 2012 bis 2021 durch den Werteverfall von FIAT Währungen.

Die Inflation der Vermögenswerte als Indikator für den Wertverfall von Währungen.

Vermögensanlagen wie Aktien und Immobilien steigen seit mehreren Jahren nahezu ungebremst und trotzen jeglichen ökonomischen Vernunftsregeln der Vergangenheit.

 

Der den Vermögenwerten entgegenstehende Wert ist Geld, welches zum einen scheinbar immer weiter gedruckt und dadurch unbegrenzt vermehrt werden kann, zum anderen keinerlei Zinsen mehr bringt und somit für Geldbesitzer wertlos geworden ist, solange sie es nicht in etwas „Werthaltigeres“ umtauschen.

 

Es sollte also nicht verwundern, warum besonders Menschen mit Geld dazu übergehen, ein scheinbar unbegrenzt vorhandenes, aus Ertragssicht wertloses Gut in ein begrenztes, knappes Gut umzutauschen. Denn schwindet der Wert des Geldes (Inflation), bleibt der Wert einer Sachanlage oder eines Edelmetalls zumindest zum Großteil erhalten. Aktien, Immobilien, Edelmetalle und Rohstoffe können schlicht und einfach gesagt nicht unbegrenzt gedruckt werden. Gleiches gilt für die derzeitige Entwicklung bei Kryptowährungen wie Bitcoin etc. Auch hier handelt es sich um ein begrenztes Gut.

Unserer Meinung nach wird die deutliche inflationäre Tendenz bei Vermögensanlagen weiter anhalten und mit großer Wahrscheinlichkeit noch zunehmen. Die Volatilität wird jedoch stärker, je höher der Wert ist. Wir erwarten mittelfristig keinen Rückgang bei Vermögenswerten.

 

Wenn man bedenkt, dass der Finanzmarkt heute bereits ca. 5x größer ist als der Realmarkt, kann man sich vorstellen, wie sehr sich Geld von seiner ursprünglichen Bedeutung als Tauschmittel für Güter und Dienstleistungen abgekoppelt hat und heute im Grunde genommen nur noch eine gewaltige Luft- und Spekulationsnummer ist. Wenn man ferner bedenkt, dass nahezu alle Akteure in diesem Finanzmarkt unter allen Umständen Profite machen möchten, was jedoch aufgrund Negativzinsen und der massiven Anleihenkäufe durch die Zentralbanken Tag für Tag schwieriger wird, kann man sich gut vorstellen, dass die Risikobereitschaft immer größer werden muss.

 

 

Wer wissen möchte, wann der Einsturz dieses Gebildes droht, sollte das Märchen von Hans Christian Andersen „Des Kaisers neue Kleider“ lesen. Unserer Meinung nach sollte dieses Märchen schon längst Pflichtlektüre in jedem ökonomischen Studium sein und die klassische Lehrliteratur ersetzen. Denn dort steht:

 

"Bei einem öffentlichen Festmarsch stellte der Kaiser seine neuen Kleider das erste Mal öffentlich zur Schau. Die Kammerherren taten so, als trügen sie die unsichtbare Schleppe und niemand aus dem Volke wagte es, sich anmerken zu lassen, dass er keine Kleider sah. Alle jubelten dem Kaiser zu und bewunderten seine neuen Kleider. Bis ein kleines Kind sagte: «Aber er hat ja gar nichts an!» Diese Aussage verbreitete sich in der Menge, bis schliesslich das ganze Volk den Ausruf des Kindes wiederholte."

 

Unserer Meinung nach wird sich die Spirale „immer höhere Risiken“ zu „immer höheren Preisen“ noch ein wenig weiter nach oben drehen. Dabei werden vor allen Dingen die Notenbanken mit frisch gedrucktem Geld weiter Brennstoff für die Party liefern. Gleichzeitig wird seitens der Kapitalmärkte eine gewisse Zeit noch eine Zukunft vorausgesehen, die seinesgleichen sucht, um diese Extremwerte noch einigermaßen zu vertreten. Bis irgendwann jemand sagt, dass das alles völlig überzogen ist und mit der Realität nichts mehr zu tun hat. Wenn sich diese Aussage dann verbreitet, können wir einen kolossalen Crash erwarten.

Können die Politiker den Euro retten?

Damit haben wir unsere ganz großen Zweifel. So wie es scheint, versucht sich die Politik seit Jahren als Krisenbewältiger, ohne jedoch Krisen zu bewältigen. Und in der Tat ist die Politik bei nahezu allen Krisen der letzten 10 Jahre, beginnend von der Euro-Krise über die Flüchtlingskrise bis hin zur Pandemiekrise und zuletzt im Juli der Hochwasserkatastrophe in Deutschland jedes mal kläglich gescheitert. Während die Erfolge der Arbeit zweifelhaft war, sind jedes Mal die Schulden weiter explodiert. Und zwar mit jeder Krise immer mehr.

 

Wie es scheint, hat die Politik heute andere Prioritäten. Es geht heute mehr um gutbezahlte Posten, Sicherung der eigenen Pfründe, Pflege des Egos und Einigelung vor dem unangenehmen Volk. Und natürlich auch die entrüstete Zurückweisung von Verantwortung, wenn was schief geht, wohin man sieht.

 

Und in der Tat sehen sich Politiker für die Sicherheit des Euros gar nicht in der Verantwortung. Hier wird nach Brüssel und zur Zentralbank gezeigt, eine staatliche Verantwortung wird völlig ausgeschlossen. Doch dies ist ein gefährlicher Irrglaube.

 

Ein aktuelles Beispiel aus dem Juli 2021 zeigt diese Problematik klar auf: Nach der verheerenden Flutkatastrophe in Rheinland Pfalz und Nordrhein Westfalen ging es um die Bereitstellung von Fluthilfe für die Opfer. Hierzu sagte der derzeitige Finanzminister Scholz, dass eine Bereitstellung von mehreren hundert Millionen Euro kein Problem sei, "da Deutschland sich dies leisten könne. Am Geld würde es nicht scheitern". Das Gleiche sagte er übrigens auch bei der Bereitstellung der Soforthilfe im März 2020, als der erste Lockdown kam. Dann wurde schnell zurückgerudert.

 

Es scheint, als haben die meisten Politiker es immer noch nicht begriffen, dass der Euro nicht wie die D-Mark eine deutsche, staatliche Währung ist mit einer deutschen Zentralbank ist, die für die Stabilität der Währung verantwortlich ist, sondern eine Gemeinschaftswährung der Eurozone. Es gibt keinen deutschen Euro. Es gibt eine europäische Zentralbank, eine europäische Zentralbankbilanz, es gibt eine europäische Geldmenge. Und dann gibt es eine Anzahl von Staaten (Eurozone), die tagtäglich mehr und mehr Geld von der EZB verlangen, um ihre Haushaltsdefizite zu stopfen. Die nationalen Zentralbanken haben dabei keinerlei Macht mehr so wie früher. Sie können lediglich Transferkonten führen.

 

Damit Sie es nicht falsch verstehen: Natürlich muss den Flutopfern finanziell geholfen werden, das steht völlig ausser Frage. Doch die Aussage, Deutschland könne sich dies leisten, ist schlicht und einfach gesagt falsch. Richtig wäre, wenn Herr Scholz gesagt hätte, dass die EZB sich das (vielleicht) derzeit noch leisten kann. Die Fiskalpolitik der einzelnen Länder der Eurozone jedoch kann das schon längere Zeit nicht mehr.

 

Denn gleichzeitig mit der Fluthilfe benötigt zum Beispiel Italien viele neue Milliarden, Frankreich ebenso, natürlich auch Spanien, Portugal, und Griechenland sowieso.

Können die Bürger den Euro retten?

Wie wichtig eine vertrauensvolle Stimmung zwischen Politikern und den Bürgern für den Wert der Währung ist, zeigt ein Blick in die Vergangenheit. Mit steigendem Misstrauen in die Regierung fiel stets auch der Wert der Währung.

 

Heutzutage sind Parteien und einzelne Parteiprogramme undurchsichtig und schwammig wie dichter Nebel geworden. Um an der Macht zu bleiben, werden große Koalitionen gegründet, so dass es für den Bürger keine Rolle mehr spielt, wen er wählt, solange er nicht „Protestwähler“ (auch ein diskreditierender Begriff ähnlich Querdenker oder Verschwörungstheoretiker) ist. Die Demokratie wird dadurch mehr und mehr ausgehöhlt, der Staat mischt sich immer mehr regulierend in Wirtschaftsprozesse und gesellschaftliche Themen ein, während immer mehr Bürger auf staatliche Leistungen angewiesen sind, um einigermaßen zu überleben. Und über allen Themen steht eine Zentralbank, die es mit Null- oder Negativzinsen und massiver Schaffung von zusätzlichem Geld zulässt, dass mit Schulden alles finanziert werden kann, ob nun sinnvoll oder nicht.

 

Doch was dabei entsteht ist nicht etwa eine Diktatur oder ein neuer sozialistischer Staat: Es entsteht vielmehr ein immer mehr mit sich selbst beschäftigter Verwaltungskoloss, der immer teurer, schwerfälliger, unflexibler und unwirtschaftlicher wird. Ein Heer von Beamten und Staatsdienern also, die immer mehr mit sich selbst beschäftigt sind als mit den Bürgern. Wir glauben jedoch nicht, dass dies lange Zukunft haben wird. Denn spätestens wenn die Wirtschaftsleistung immer weiter sinkt und auch die Massnahmen der EZB nicht mehr greifen, weil der internationale Kapitalmarkt nervös wird, hat auch ein völlig überdimensionierter Verwaltungskoloss keinen Boden mehr. Und das kann schneller gehen als mancher denkt.

 

Wir empfehlen auch ein wenig zurück zu blicken und sich vor Augen zu halten, wie sich das politische und gesellschaftliche Geschehen eigentlich in den letzten 10-15 Jahren verändert hat: Unserer Meinung nach fand immer mehr eine abstrakte Abkoppelung des politischen Geschehens, weg von flexibler Bürgernähe und hin zu innerpolitischen Machtspielchen und Selbsterhaltung statt. Man hört sich gerne selbst reden, ohne jedoch wirklich etwas Wichtiges zu sagen. Sollten Bürger andere Meinungen haben, werden diese gerne als „Rechtsradikal, Antifa, Querdenker oder Verschwörungstheoretiker“ diskreditiert und müssen unter allen Umständen überwacht werden.

 

Wichtig erscheint es auch, die Gesellschaft auf den neuen Zeitgeist vorzubereiten. Gendern, Regenbogenfarben, feministisches Autofahren und Emojs, die einen schwangeren Mann zeigen, sind aus unserer Sicht lediglich Ablenkungsmanöver, um von der völligen Hilflosigkeit (Unfähigkeit?) abzulenken.

 

Damit wird sich allerdings auch durch den Bürger weder die Eurozone, noch der Euro retten lassen. Denn um den Euro durch den Bürger zu retten, müsste sich plötzlich eine "rosige" Zukunft, besser als je zuvor, auftun. Die Bürger müssten sicher in die Zukunft blicken können, Investitionen würden drastisch steigen, der Konsum würde steigen, Neugründungen für Unternehmen müssten wie Pilze aus dem Boden wachsen und gut bezahlte, sichere Jobs müssten überall entstehen.

 

In der Eurozone, wohlbemerkt. Nicht nur in Deutschland. Sondern auch in Frankreich, Spanien, Griechenland, Portugal und Italien. Und da haben wir so unsere Zweifel.

Kann vielleicht die EZB den Euro retten?

Speziell in den Südländern der Eurozone hat sich die EZB zwischenzeitlich zum alleinigen Retter in der Not emporgehoben. Wer jedoch glaubt, dass diese Länder irgendwann "über dem Berg" sind, der irrt gewaltig.

 

Denn im Juli 2021 hat die EZB ganz klar verkündet: Eine Inflation sehen wir nicht und wenn sie da ist machen wir einfach die Augen zu. Das Gelddrucken muss noch verstärkt werden, denn hinter jeder Ecke lauert ein neuer Corona Mutant, der jederzeit zuschlagen kann, und wenn es keine Mutanten mehr gibt, dann erfinden wir halt welche.

 

Was damit bezweckt wird, ist eigentlich klar:

 

Die Staaten besonders im Süden müssen sich immer weiter verschulden, da ein positives Wirtschaftswachstum über Jahre nicht mehr hergestellt werden kann. Italien musste bereits einen ehemaligen EZB Chef zum Regierungschef ernennen, in Spanien wurde jüngst im Juni 2021 fast das gesamte Kabinett ausgewechselt. In Frankreich, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone sieht es nicht viel besser aus. Auch dort explodieren die Staatsschulden, während das Bruttoinlandsprodukt seit Jahren stagniert.

 

Also darf der Zins nicht steigen und Quantitative Easing muss unter allen Umständen weiter gehen, um die Kapitalmarktzinsen unten zu halten. Wenn die Zinsen steigen würden, wäre dies der Bankrott einiger Staaten und damit möglicherweise auch das Ende des Euro und der Eurozone. Natürlich wäre davon auch Deutschland unmittelbar betroffen. Eine Inflation kann nicht bekämpft werden, denn Zinserhöhungen sind wie gesagt nicht mehr möglich.

 

Die EZB kann also nur hoffen und beten, dass die Inflation nur vorübergehend ist. Hoffen und beten, oder wie Frau Lagarde sagte "ihrem Gefühl nach handeln". Soweit ist unser Finanzsystem heute.

 

Dies jedoch zuzugeben, würde das Vertrauen in die EZB absolut in Frage stellen und sofort eine Krise auslösen.

 

Und dann gibt es da auch noch das Problem mit den Banken speziell in Südeuropa und deren sogenannten NPL (non performing loans, in Europa sind das mindestens 1,5 Billionen Euro). Wenn es zu einer Bankenkrise kommt, müssten entweder weitere Verstaatlichungen folgen und weitere Bad Banks gegründet werden, oder aber man müsste Banken pleite gehen lassen. Die Frage ist, kann es sich die EZB überhaupt noch leisten, Banken zu retten.

 

Deshalb vertreten wir die Meinung, dass der digitale Euro nur deshalb eingeführt werden soll, um bei einer Bankenkrise die Versorgung der Bevölkerung mit Liquidität zu sichern, falls man möglicherweise Banken nicht mehr retten kann. Wir persönlich glauben irgendwie nicht an die Geschichten von Geldwäsche, Terror, Überwachung u.ä., so wie die Presse dies behauptet. Wir glauben vielmehr, dass es bereits um das nackte Überleben des Euros geht.

Ein kurzer Überblick 2021, wie es um den Euro steht

Hier einige Grafiken (Stand Juli 2021) zur Gesamtsituation in der Eurozone.

Entwicklung der Staatsschulden im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt der Südländer der Eurozone 2012 - 2021:

Entwicklung der Staatsschulden Italien, Spanien, Griechenland und Portugal bis 2021. Die Schulden explodieren, ein Ende ist nicht in Sicht. Die EZB kauft nahezu alle Staatsanleihen dieser Länder auf, um Staatspleiten zu verhindern. Gleichzeitig fällt die Wirtschaftsleistung immer mehr ab. Die Krise ist vorprogrammiert.

Entwicklung der Staatsschulden im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt von Frankreich und Deutschland 2012 - 2021:

Entwicklung der Staatsschulden der beiden größten Volkswirtschaften Frankreich und Deutschland bis 2021. Auch hier explodieren die Schulden explodieren, ein Ende ist nicht in Sicht. Das Bruttoinlandsprodukt Frankreichs ist seit Jahren rückläufig, ähnlich den Südländern. Es scheint, als habe Deutschland alle Last zu tragen.

Entwicklung des Wirtschaftswachstums der Eurozone jeweils im Vergleich zum Vorjahr 2000 - 2021:

Entwicklung des prozentualen Wirtschaftswachstums der Eurozone jeweils im Vergleich zum Vorjahr. Das Wirtschaftswachstum ist seit Jahren rückläufig, wie die Trendlinie aufzeigt.

Entwicklung der EZB Zentralbankbilanz und der Staatsschulden der Eurozone 2012 - 2021:

Entwicklung der Zentralbankbilanz der EZB sowie der Staatsschulden der Eurozone bis 2021. Beide Kurven explodieren, die EZB ist heute alleiniger Finanzierer der Staatsschulden. Die Zentralbankbilanz hat sich seit 2021 vervierfacht. Laut jüngsten Aussagen der EZB vom Juli 2021 ist ein Ende nicht in Sicht.

Ist der Euro bereits in Gefahr?

Sehen wir es einfach einmal unternehmerisch. Denken Sie über folgende Frage nach:

 

Würden Sie mit Zuversicht Ihr Geld in ein Unternehmen investieren,

 

- in dem das jährliche Wirtschaftswachstum seit vielen Jahren immer mehr stagniert?

- in dem in einzelnen Unternehmensbereichen (Mitgliedsländern) kein Ende ist Sicht ist, dass sich irgend etwas wirtschaftlich erholt, sondern die Gefahr groß ist, dass es noch schlechter wird?

- in dem die eigene Bank (Zentralbank) immer mehr Geld drucken muss, damit das Gebilde aufrecht erhalten werden kann?

- in dem trotz sinkender Wirtschaftsleistung und Überalterung der Bevölkerung die Verwaltungskosten (Staatsausgaben) immer weiter steigen?

- in dem das Geld nicht primär in Projekte investiert wird, die zukünftige Perspektiven schaffen, die Wettbewerbsfähigkeit deutlich steigern und gutbezahlte Jobs schaffen, sondern lieber in die Aufrechterhaltung von immer mehr Verwaltung? 

- in dem überhaupt nicht mehr klar ist, wer denn nun eigentlich die Entscheidungen trifft und wer nun eigentlich die verantwortlichen Manager sind?

 

Wahscheinlich eher nicht.

 

Wahrscheinlich würden Sie höflich sagen, dass Sie sich bei diesen Prognosen lieber mit einer Investition zurückhalten, da die Gefahr groß ist, dass das Ganze bald zusammenkrachen könnte....

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