Wohnsitz in England nach Brexit, England Residenz und Brexit Vorbereitung, wichtige Informationen und sofortige Massnahmen

Mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU im April 2019 werden sich Aufenthaltsbedingungen auch für EU Bürger ändern.

Mit der Austrittserklärung im März 2017 (Artikel 50) hat sich Großbritannien dazu entschlossen, aus der Europäischen Union auszuscheiden. Dies hat unmittelbaren Einfluss für EU Bürger auf das zukünftige Wohn- und Bleiberecht in England. War es bislang möglich, so wie in den anderen Staaten der EU frei zu entscheiden, wo man wohnen, leben und arbeiten möchte, wird dies zukünftig in England möglicherweise nicht mehr so einfach möglich sein.

 

Für Privatpersonen aber auch für unternehmerisch tätige Personen ergeben sich dadurch besonders derzeit ein Bündel an historisch einmaligen Chancen und Möglichkeiten, derzeit noch einen Wohnsitz in England und somit noch innerhalb der EU zu begründen, und diesen dann in wenigen Monaten spätestens ab April 2019 als Erst- oder Zweitwohnsitz ausserhalb der EU weiter zu führen. Es empfiehlt es sich jedoch, jetzt noch rechtzeitig die entsprechenden Massnahmen zu ergreifen, um für den Brexit, den vielfach genannten "cuttingpoint" und alle damit verbundenen Veränderungen gut vorbereitet zu sein.

 

Denn ab diesem sog. "cuttingpoint" also einem bestimmten Stichtag, ist dies nicht mehr möglich. Dann gelten völlig neue Immigrationsbestimmungen in England.

Was sind die Vorteile und grossen Chancen eines Wohnsitzes in England nach dem Brexit dann ausserhalb der EU?

Großbritannien wird natürlich auch nach dem Brexit eine der weltweit führenden Industrienationen bleiben. Mit London als Weltstadt wird Lomdon nach wie vor Dreh- und Angelpunkt für internationale Verbindungen nach Asien, Amerika und natürlich auch Europa sein.

 

Beste Verkehrsbedingungen, schnelle Erreichbarkeit, europäische Gepflogenheiten und höchster Qualitätsstandard zeichnen Großbritannien selbstverständlich aus. Darüber hinaus verfügt England über ein höchst liberales Rechtssystem, Behörden sind in der Regel sehr bürgernah, multikulturelle persönliche oder geschäftsliche Verbindungen sind völlig normal.

 

Mit dem Brexit wird sich im Wesentlichen ändern, dass Großbritannien die eropäische Gerichtsbarkeit seitens Brüssel nicht mehr ohne weiteres dulden wird. Vielmehr wird die britische Gerichtsbarkeit wieder in den Vordergrund rücken. Dadurch werden beispielsweise auch EU weite vereinfachte Zugriffsmöglichkeiten von EU Behörden gegenüber Bürgern nicht mehr ohne weiteres in England möglich sein. Auch gibt es zm Beispiel vielerlei Unterschiede zwischen dem britischen und dem deutschen Recht - beispielsweise ein Insolvenztatbestand bei einer Kapitalgesellschaft wird in Deutschland als Straftatbestand verfolgt, in Großbritannien jedoch nicht. Gleiches gilt in vielerlei Hinsicht auch bei Steuerdelikten, die oftmals eben keine Straftaten, sondern höchstens Ordnungswidrigkeiten sind. 

Ein Wohnsitz in England war bisher kein grosses Problem - das ändert sich jedoch!

Die Zurverfügungstellung von Meldeadressen und Wohnsitzen in England basierte (und basiert derzeit auch noch) im Wesentlichen auf der Möglichkeit der freien Wohnsitz- und Arbeitswahl innerhalb der EU. Dies wird sich jedoch wohl grundsätzlich ändern, wenn Großbritannien aus der EU austritt. Denn Großbritannien möchte dann seine Zuwanderung unter Kontrolle halten.

 

Möglicherweise müssen dann für "Neuankömmlinge" zusätzlich langfristige und vor allen Dingen auch verifizierbare Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnisse beigebracht werden, wenn ein Wohnsitz in England begründet werden soll. Hier werden die Verhandlungen über den Austritt zwischen Brüssels und Großbritannien sicherlich in den nächsten Monaten mehr Klarheit bringen. 

 

Man kann sicherlich davon ausgehen, dass es die eine oder andere Modifikation geben wird. Es ist jedoch definitiv davon auszugehen, dass es sicherlich zu erheblichen Änderungen kommen wird, wenn man seinen Haupt- oder Nebenwohnsitz zukünftig so in England gestalten möchte, dass dieser auch gegenüber ausländischen Behörden, Finanzämtern usw. nicht mehr angreifbar ist.

Warum der Ausgang der Brexit Verhandlungen so derzeit so schwierig und noch ungewiss ist

Die Antwort dieser Frage liegt sowohl an England, als auch an der EU selbst.

 

In England herrscht bei den Meinungen über den Brexit nahezu Parität. Ziemlich genau die Hälfte der Engländer (51%) hatte für den Brexit gestimmt, die andere Hälfte (49%) sich gegen den Brexit ausgesprochen. Die von den englischen Politikern behauptete "klare Mehrheit" für den Brexit erscheint bei diesem Wahlergebnis etwas zweifelhaft.

 

Weiterhin wird den englischen Bürgern erst jetzt langsam klar, welche Konsequenzen ein Brexit eigentlich nach sich zieht. Tausende und abertausende Regelungen einer 40 jährigen Mitgliedschaft müssen modifiziert werden, es gibt enorme Unbekannte und Variablen, was nach dem Brexit auf England zukommt. Darüber wird derzeit in grossem Stile debattiert, gestritten und auch die "Glaskugel" befragt. Dennoch scheint die Entscheidung Englands, im April 2019 aus der EU austreten zu wollen, nach wie vor unwiderruflich.

 

Dass jedoch auch und gerade in der EU nicht alles Gold ist was glänzt, sollte jedem stets bewusst sein, auch wenn die EU gerade seit einigen Monaten eine Renaissance erlebt. Dass sich dies jedoch schnell wieder ändern kann und die EU beileibe kein stabiles Gebilde für die Ewigkeit ist, sollte jedem bewusst sein.

 

Denn noch vor wenigen Monaten gab man der EU nur noch einige Monate, bevor sie zerfiel. Man denke an das Zittern um die Wahl in Österreich, den Niederlanden und Frankreich. In der Tat sind Kernprobleme wie in Griechenland, Italien, Frankreich, Österreich, Spanien usw. beileibe nicht gelöst worden, sondern werden mehr oder weniger nur vor sich hingeschoben. Es kann also durchaus nur eine Frage der Zeit sein, bis die Stimmung wieder kippt.

 

Davor hat Brüssel natürlich Angst und möchte deshalb in keinem Fall einen "Schmusekurs Brexit", der unter Umständen dann andere Mitgliedsstaaten ebenfalls dazu motivieren könnte, aus der EU auszuscheiden.

Eine Angst, die in Brüssel nach wie vor umgeht:

Stand der Verhandlungen zum zukünftigen Wohnrecht von EU Bürgern, Vorschlag der britischen Regierung vom Juni 2017

Im Juni 2017 wurde seitens der britischen Regierung durch die Premierministerien Frau May ein offizieller Vorschlang gegenüber Brüssel unterbreitet, wie sich Großbritannien zukünftig zum Thema Wohn-, Aufenthalts- und Arbeitsrecht von EU Bürgern aufstellen wird.

 

Es zeichnet sich demnach ab, dass EU Bürger, die vor einem noch nicht exakt definierten "cuttingpoint", also einem Stichtag, der zwischen der Antragstellung zum Artikel 50 gegenüber der EU im März 2017 und dem endgültigen Ausscheiden Großbritanniens aus der EU im April 2019 einen qualifizierten Wohnsitz begründen, diesen auch zukünftig unbefristet weiter behalten werden können. Vielmehr wird diesen Bürgern dann sogar die Möglichkeit eingeräumt, diesen in eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung mit fast gleichen Rechten wie britische Staatsbürger auszubauen und auch eine sogenannte Permanent Resident Card zu erhalten, die den Wohnsitz in England dann auch ganz offiziell dokumentiert (auch gegenüber ausländischen Behörden).

 

Für EU Bürger, die jedoch erst nach diesem "cuttingpoint" oder gar erst nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU (Brexit) mit ihrem Vorhaben beginnen, gelten dann höchstwahrscheinlich wesentlich strengere und kompliziertere Bedingungen. Die Chance eines unbefristeten Wohnrechts in Großbritannien fällt dann weg. 

 

Auch wenn sich dieser Vorschlag im Zuge der laufenden Verhandlungen beim Brexit möglicherweise noch verändern wird: Aus diesem Vorschlag ergibt sich in jedem Falle, dass derzeit noch vieles möglich ist, was allerdings bereits in einigen Monaten nur noch mit erheblichen Aufwand oder gar überhaupt nicht mehr möglich sein wird.

Derzeitiger Plan Englands für EU Bürger ab April 2019:

Permanent Resident Card für EU Bürger

Unbefristetes Wohnrecht nach 5 Jahren

Präventivmassnahmen unbedingt vor dem cuttingpoint einleiten, Deadline beachten

Es ist dringend zu empfehlen, nicht mehr zuviel Zeit zu verlieren und mit den entsprechenden Vorbereitungen zu starten, wenn man sich für einen echten Residenz Status in England interessiert. Denn gerade dieser (noch nicht definierte) "cuttingpoint" kann schneller kommen als man denkt. Danach ist es schlicht und einfach gesagt zu spät.

Denn die britische Regierung sieht derzeit vor, dass EU Bürger, die vor dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU (Brexit) in England ankommen, nicht verpflichtet sein werden, das Vereinigte Königreich zu verlassen, ungeachtet des zu vereinbarenden Stichtags (cutting points). Es gilt für diese Bürger dann eine sogenannte Nachfrist zur Einholung einer Aufenthaltserlaubnis für das Vereinigte Königreich.

 

Falls jemand jedoch nach Ablauf der Nachfrist weiter im Vereinigten Königreich bleiben will, muss dann vor diesem Zeitpunkt eine Aufenthaltserlaubnis (‚Aufenthaltstitel‘) beantragen.

 

Die genauen Bestimmungen bezüglich einer Aufenthaltserlaubnis (‚leave to remain‘) für EU-Bürger, die nach dem Stichtag ankommen, werden derzeit in den BREXIT Verhandlungen vereinbart.

 

Hierzu ein von der britischen Regierung im Juni 2017 veröffentliches grafisches Schema:

Was Inhaber und Direktoren einer England Limited unbedingt beachten sollten:

Besonders auch Inhaber und Direktoren britischer Limiteds sollten sich sehr schnell intensiv Gedanken darüber machen, wie sie sich zukünftig aufstellen möchten, wenn Großbritannien nicht mehr in der EU ist. Denn dann gelten möglicherweise andere gesetzliche Regelungen, die erheblichen Einfluss auf die steuerliche Regelung und auch die persönliche Haftung haben können.

 

Auch hier empfiehlt es sich, möglichst schnell zu handeln. Und besonders in diesem Falle könnte beispielsweise eine entsprechende Wohnsitzverlagerung oder der Start eines qualifizierten Wohnsitzaufbaus nach England durchaus eine solide und unangreifbare Lösung des Inhabers oder Direktors einer englischen Limited sein.

 

Denn England und auch die englische Limited oder Plc wird besonders nach dem Ausscheiden Großbritanniens aus der EU ein erhebliches Bündel an Chancen bieten, denen man sich nicht verschliessen sollte!

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